Stoffspielerei im März

Das Thema für diesen Monat war „Geometrie“. Wenn ich mit dem Häuschenquilt endlich einmal fertigwerden sollte, wird der nächste Quilt ganz einfach. 9er-Blocks, 4 cm Seitenlänge pro Quadrat, hell – dunkel. Nach der Pfriemelei mit den 7 cm großen Häuschen die reinste Erholung. Den ersten Block habe ich schon hier:



Das erschien mir jedoch ein sehr erbärmlicher Beitrag zu sein. Deshalb fing ich gestern noch ein kleines Projekt an. (Achtung: Werbung! Buchtitelnennung) Das Muster habe ich von dem Titelblatt des Buches „Schönheit der Geometrie“ abgepaust und 3 Kreise hineingezeichnet. Weiter als das Muster auf Stoff zu übertragen, um ein kleines Stück Baumwollstoff Reststoffe zu zickeln, damit es in den Rahmen paßt, Leinen auf Baumwollstoff zu stecken und mit sticken anzufangen, bin ich nicht gekommen. Uff – was für ein Satz! Darf ich „UFO’s fertigstellen“ für ein Stoffspielereithema vorschlagen?. Sammeln müßte aber jemand anderes. Wie ihr merkt, haut das mit dem Computer noch nicht so hin bei mir.


Das längliche Werkzeug ist eine Goldspindel, auch Bresche genannt und das, was wie eine alte Garnspule aussieht ist ein japanisches Hilfsmittel für die Goldstickerei. Ich müßte aber erst nachsehen, wie es heißt. Meine Stiche sind sehr unregelmäßig, Die muß ich auftrennen und neu beginnen. Die Überfang- stiche sollen im rechten Winkel zu dem imitierten Japangold sein und auch im gleichen Abstand zueinander liegen.

Jetzt bin ich gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen gestichelt haben und freue mich, auf Anregungen!

Dieser Beitrag hat 11 Kommentare

  1. Zeig uns doch mal die Goldstickerei wenn sie dann fertig ist, mich würde interessieren wie sich das applizierte Goldgarn dann in der Runde schließt. Da haben die im Buch sicher eine erprobte Lösung parat.,

    1. Ich habe immer Schwierigkeiten, einen ordentlichen Kreis hinzubekommen. Vielleicht klappt es diesmal. Eigentlich ist es ganz einfach. Man arbeitet ja mit 2 Fäden. Mit dem inneren Faden fängt man etwa 1 – 1 1/2 mm später an. Am Ende trifft der äußere Faden eher auf den Fadenanfang als der innere. Wenn alle Fäden zum Schluß auf die linke Stoffseite gezogen werden, kann man noch ein bißchen ausgleichen.

  2. Was für Materialien Du hast! Die Stickerei sieht auch sehr besonders und edel aus. Da bin ich gespannt, wie die fertige Stickerei aussieht.
    Liebe Grüße
    Ines

  3. Goldstickerei, sehr interessant. Was man bei den Stoffspielereien immer Neues zu sehen bekommt, ist wirklich spannend!

  4. Liebe Annelies, UFOs fertigstellen wird leider kein Thema der Stoffspielereien werden. (Bei den Stoffspielereien geht es ja darum, dass die Teilnehmerinnen Neues ausprobieren und experimentierfreudig sein können.) Aber bei Annette gibt es eine UFO-Linkparty, vielleicht magst Du daran teilnehmen und Dich motivieren lassen? (https://www.augensternswelt.de/die-ufo-linkparty-lets-finish-old-stuff-2019/ ) Goldstickerei stelle ich mir schwierig vor, bei Mary Corbet lese ich immer wieder davon. Immer wieder spannend, welche ganz spezialisierten Spezialwerkzeuge da auftauchen. Wofür werden diese hier verwendet? Einfach zum Halten des Goldfadens? lg, Gabi

    1. Söhnchen hat solch technisches Zeug, aber ich bin auch nicht oft am Computer. Vielleicht mach‘ ich einen Kurs, wenn ich in der Rente bin. Dauert noch 3 Jahre. Vielen Dank für Dein Hilfsangebot. Meine Erfahrung hat gezeigt, daß jemand neben mir stehen muß und mir sagt, was ich zu tun habe. Das schreibe ich mir Punkt für Punkt auf. Wirklich jeden kleinsten Schritt. Söhnchen grinst dabei immer. Wenn ich es dann mindestens 3 x gemacht habe, kann ich es. Für Goldstickerei braucht man eigentlich nicht viel Spezialwerkzeug. Wichtig ist in einem Rahmen zu sticken. Das Japangold (auch im echtem Japangold ist schon lange kein echtes Gold drin, es wird nur aufwendiger verarbeitet). wird auf die Goldspindel oder Spulen gewickelt. Dann wäre auch noch eine Melore praktisch, ist aber nicht notwendig. Die Melore wird aus einer speziellen Metallmischung hergestellt, die die Goldfäden nicht angreift. Sie hat ein rundes Ende, mit dem werden die Fäden dort gehalten, wo sie hin sollen und ein längeres spitzes Ende, damit sticht man Löcher vor, um die Fäden auf die Stoffrückseite gezogen werden. Meine Freundin (gelernte Fahnenstickerin) nimmt stattdessen ein „Legerl“ aus Holz her. Das ist ein kleines rundes Holzstück mit stumpfer Spitze. Löcher kann man damit natürlich nicht machen. Mellore und Legerl helfen nur das Japangold möglichst wenig mit den Fingern anzufassen.

  5. Ui, wie spannend das mit dem Goldfaden oder der Goldspule! DA gibt es gewiss viele Möglichkeiten! LG. Susanne

  6. Annelies, mir fällt gerade noch ein: Hast Du eine Webcam oder zumindest ein Mikrofon am Computer? Weil dann würde ich Dir sehr gerne mal ein Stündchen WordPress-Nachhilfe bzw. eine Einführung geben, sodass Du nicht mehr so mit der Software zu kämpfen hast. Das würde ich Dir anbieten und wirklich gerne machen. lg, Gabi

  7. Spannendes Handarbeitszubehör hast Du im Nähkästchen, da macht es mir nichts, wenn Dein Projekt nicht fertig wird. Einleuchtend, dass der Goldfaden nicht so oft berührt werden soll.
    Ich habe auch eine große schwere Spule mit metallischer Umwicklung und bisher keine Verwendung dafür.
    LG Ute

  8. cool..ich bin grad am Goldwork lernen… und suche so ne goldspuhle/presche…
    muss glaub n tolles hilfsmittel sein

    1. Hallo Uschy,
      ich hab‘ Deine mail erst jetzt entdeckt – war eine zeitlang nicht am Computer. Ich habe mir die Goldspindel machen lassen. Vielleicht kennst Du einen Schreiner? Die Japaner haben ein anderes Werkzeug. Es sieht aus so ähnlich aus wie die alten hölzernen Nähgarnspulen, nur daß der obere und untere Teil nicht rund ist sondern eckig, damit die Spule da liegen bleibt, wo sie liegen bleiben soll und nicht wegrollt. Lernst Du das als Hobby oder beruflich?
      Liebe Grüße
      Annelies

Schreibe einen Kommentar zu 123-Nadelei Antworten abbrechen

Menü schließen